Skulpturen aus blankem Eis gehauen – die spektakulären Auftritte der besten Eisbildhauer des Landes gehören schon zur Tradition zum Winterauftakt in Braunschweig. Vor den Augen des staunenden Publikums gehen die Künstler, die sonst eher Holz und Stein als Material verwenden, mit Kettensäge und Spezialwerkzeug der Eskimos an die schieren Eisblöcke. Stück für Stück entstehen die Figuren, die leider allzu vergänglich sind. Am Abend werden dann die schönsten Werke prämiert. In diesem Jahr haben die Eisbildhauer wieder eine besondere Aufgabe: Nach dem Braunschweiger Löwen, dem Niedersachsen-Pferd und Fußballern zum Konrad-Koch-Jahr sollen in diesem Jahr Wintersportler erschaffen werden – eine echte Herausforderung für die Künstler, die vor dem Welfenhof und rund um den CityPoint ans Werk gehen. Sonntag, 5. Februar, 13-18 Uhr.
Die Eisbildhauerin Karina Cooper fertigt vor Ort Skulpturen aus einem speziellen Klareisblock an. Dabei arbeitet sie nach eigenen Motiven, setzt aber auch vorgegebene Motive um. Die Eisskulpturen werden von der Künstlerin vor Ort mit einer Kettensäge und japanischem Spezialwerkzeug aus dem Block herausgearbeitet. Die Künstlerin mit eigenem Bildhauereibetrieb erstellt neben Eisskulpturen auch bildhauerische Objekte aus traditionellen und modernen Werkstoffen als freie oder Auftragsarbeiten. „Ich arbeite intuitiv, reflektiere Gedanken und Gefühle und zeige sinnbildliche Momentaufnahmen auf dem Weg von Menschen. Manchmal sollte man still werden, um die wirklich wichtigen Dinge wahrzunehmen – manchmal nur einige Sinne verschließen, um andere Sinne öffnen zu können…”, so die Künstlerin.
Der Eisbildhauer Stefan Seitz fertigt vor Ort ebenfalls Skulpturen aus einem speziellen Klareisblock an. Dabei arbeitet er mit einer kleinen Kettensäge und klassischem Handwerkszeug. Der Zuschauer erlebt die Entstehung eines Kunstwerkes und die einzigartige Verbindung von handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten.
Der studierte Naturwissenschaftler Stefan Geiger machte sein Hobby zum Beruf. Seit mittlerweile 10 Jahren ist er ein im gesamten deutschsprachigen Europa gefragter Ice Carver. Seine Eisskulpturen fertigt er mit einer Kettensäge und klassischem Handwerkszeug. Das Hauptthema seiner Arbeiten ist der Mensch bzw. in der Skulptur festgehaltene Bewegungen und Situationen. Das Material Eis hat durch seine Transparenz und seine Vergänglichkeit eine besondere Faszination für Stefan Geiger. Thorsten Schütt ist seit 1998 als Bildhauer tätig. Werksausstellungen fanden schon in Wilhelmshaven, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Dortmund, Gießen, Elmshorn, einigen dänischen Städten sowie in New York statt. Darüber hinaus nahm er am ll. Festival International de Sculpture sur Bois/Camille Claudel in La Bresse in Frankreich teil. Schütt organisierte an seinem Wohnort in Horsten bei Friedeburg vier internationale Bildhauer-Symposien, an denen Künstler aus aller Welt teilnahmen.
Der Zuschauer erlebt die Entstehung eines Kunstwerkes und die einzigartige Verbindung von handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten. Speziell für diesen Event hergestellte beleuchtete Podeste lassen die Skulpturen ab der Dämmerung in einem wunderschönen Licht erscheinen.